Jahresfinanzbericht 2020

4 8  LAGEBER I CHT 2 0 2 0 Das Reporting über Fremdwährungskredite und endfällige Kredite mit Tilgungsträgern ist im laufenden Berichtswesen integriert. Die Kundenberatung ist bei diesen Produkten auf Risikoreduktion und vermögenssichernde Maßnahmen aus- gerichtet. Der Anteil des Fremdwährungsvolumens am Ge- samtkreditvolumen beträgt per 31. Dezember 2020 5,5 % (31. Dezember 2019: 6,7 %). Credit-Value-Adjustment-Risiko (CVA) Das CVA-Risiko bezeichnet das Risiko einer Anpassung der Kreditbewertung. Die Ermittlung erfolgt in Anlehnung an die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelerfordernisse. Beteiligungsrisiko Das Beteiligungsrisiko umfasst das Risiko potenzieller Ver- luste aus Beteiligungsverhältnissen, die bei Wertminderun- gen aufgrund sich verschlechternder Bonität, im Rahmen von Veräußerungen sowie durch Dividendenausfälle entste- hen können. Die Identifizierung möglicher Risiken in Bezug auf Beteiligungen erfolgt im Beteiligungsmanagement und im Bereich Risikocontrolling. Marktrisiko Unter Marktrisiko versteht man den potenziell möglichen Verlust durch schwankende bzw. sich ändernde Zinssätze, Spreadsätze oder Fremdwährungskurse. In der HYPO Stei- ermark werden Marktpreisrisiken nur im Bankbuch einge- gangen. Die Risikopositionen ergeben sich aus dem Kundengeschäft und dem Eigengeschäft der Bank. Die Risiken werden mit „Value at Risk“-Ansätzen sowie er- gänzenden statistischen Verfahren ermittelt. Die „Value at Risk“-Werte werden mittels historischer Simulation bzw. mit- tels parametrischer Verfahren errechnet. Das Zinsänderungsrisiko wird hinsichtlich aufsichtsrechtli- cher Erfordernisse über die Zinsrisikostatistik ermittelt. Da- bei wird die barwertige Veränderung des Zinsbuchs bei einer Parallelverschiebung der Zinskurve um 200 Basispunkte si- muliert. Ergänzend dazu dienen weitere Modelle einer um- fassenden Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene. Im Rahmen der Marktpreisrisikoermittlung werden auch das Veranlagungs-, das Options- und das Währungsrisiko ermit- telt und im Rahmen der Limitarchitektur berücksichtigt. Das Veranlagungsrisiko (inkl. Credit-Spread-Risiko) be- schreibt das Verlustrisiko aufgrund sich ändernder Markt- preise bzw. aufgrund von Änderungen der Bonitäts- einstufung eines Emittenten. Währungsrisiken stehen für die Veränderung des erwarteten Ergebnisses durch eine Veränderung von Wechselkursen bei offenen Währungspositionen in der Bilanz. Zur Absicherung von Zinsänderungs- und Wechselkursrisi- ken werden marktübliche Finanzinstrumente eingesetzt. Zu den Details dieser Derivatgeschäfte sowie Darstellung der Bewertungsmethoden wird auf den Anhang verwiesen. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko versteht man sowohl die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit des Instituts als auch die Gefahr erhöh- ter eigener Refinanzierungskosten aufgrund des Liquiditäts- gaps und der nicht möglichen Weiterverrechnung auf der Aktivseite. Die Liquiditätsrisikosteuerung und Liquiditätssicherstellung der HYPO Steiermark erfolgt im Konzern der RLB Steier- mark, welche vom Konzern-Treasury durchgeführt wird. Die verwendeten Kapitalbindungs- und Stressannahmen wer- den einer tourlichen Analyse und Aktualisierung unterzogen. Das Liquiditätsrisiko der HYPO Steiermark wird über ein Konzernlimit gesteuert. Operationelle Risiken Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlus- ten als Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse, Menschen und Systeme oder von externen Ereig- nissen, und beinhaltet das Rechtsrisiko. Unter Systemen und Prozessen sind auch sämtliche Vorkehrungen betref- fend Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verstehen. Das operationelle Risiko beinhaltet auch die ICT-Risiken (In- formation, Communication, Technology). Zur Messung des operationellen Risikos bedient man sich des Basisindikatoransatzes. Ein risikoadäquates internes Kontrollsystem sowie plan- und außerplanmäßige Prüfungen durch die Innenrevision gewährleisten einen hohen Sicher- heitsgrad. Eine systematische Erfassung und Analyse von operationellen Schäden erfolgt in einer Schadensfalldaten- bank. Über die Schadensfälle wird der Vorstand regelmäßig informiert. Zur Identifikation der Risiken und zur Bewusstma- chung potenzieller Risikoquellen werden Self Assessments durchgeführt. Des Weiteren werden automatisierte Kontroll- mechanismen zum Thema Op-Risk im prozessorientierten Informationsnetzwerk (Point), inklusive internes Kontrollsys- tem (IKS), durchgeführt.

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